Durch Bayerwald und Böhmerwald

Wer sich von München gen Tschechien aufmacht, der stößt nach etwa 150 Kilometern unweigerlich auf ein Hindernis natürlicher Art - ein dicht bewaldetes Mittelgebirge versperrt den direkten Weg. Der Bayerische Wald - kurz Bayerwald - und sein jenseits der Grenze gelegentes Pendant, der Böhmerwald ziehen sich auf gut 150 Kilometern entlang der Grenze von Nordwest nach Südost. Die Eisenbahn quert beziehungsweise tangiert dieses Mittelgebirge mehrmals, die folgenden Strecken werden in dieser Galerie mehr oder minder ausführlich betrachtet:

- mitten hindurch führt die Bahnlinie von Plattling über Bayerisch Eisenstein/Železná Ruda-Alžbětín und Klatovy ebenfalls nach Plzen
- auf böhmischer Seite gibt es noch die längs des Waldes führenden Linien von Domažlice über Klatovy nach Horažďovice
- von Strakonice über Volary und weiter entlang Moldaustausees über Český Krumlov nach České Budějovice
- von Číčenice über Prachatice und Volary nach Nové Údolí, diese Linie führte früher weiter über Haidmühle, Waldkirchen nach Passau

Ihnen allesamt gemein ist, dass Sie (mit Ausnahme des Teilstücks Klatovy - Plzen) nicht elektrifiziert sind. Der Betrieb wird durchweg mit Dieselloks und entsprechenden Triebwagen durchgeführt, während auf deutscher Seite im Regelverkehr ausschließlich Triebwagen der Baureihe 650 eingesetzt werden, treten auf tschechischer Seite besonders die Baureihen 742 (mittlerweile nur noch im Güterverkehr), 750, 754, 810, 814, 831 und 842 hervor. Besonders bemerkenswert ist nach Jahren des Streckenunterbrechung bzw. des Zwangsumstieges an der Grenze der Durchlauf von Zügen über den Grenzbahnhof hinaus:  auf der Waldbahn kommen die Regioshuttle (Baureihe 650) seit einigen Jahren bis Špičák.


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